Sonderausstellungen

Sonderausstellung

"Ausflug zu tierischem Spielzeug"

Geöffnet ab 9. Februar bis August 2020

Sie sind nicht nur Trostspender in schwierigen Situationen, sondern treuer Begleiter der Kindheit mit eigenem Namen. Sie sind immer da, wenn man sie braucht, können Geheimnisse für sich behalten. So mancher Erwachsener, der als Kind ein enges Verhältnis zu seinem Kuscheltier hatte, hütet es noch heute. Ein Kuscheltier versteht etwas von den grundlegenden Bedürfnissen nach Nähe und Wärme, nach Verständnis und Verlässlichkeit. Es ist Berater in allen Lebenslagen. Mal ist es ein starker Beschützer, indem es die Angst verscheucht, mal Schuldiger, da man es ohne Wiederworte beschimpfen kann.

 

Es wird in Ehren gehalten, es werden Geschichten und Erlebnisse mit dem Tier weitererzählt. So hingen Bären in Bäumen um die Schwester zu ärgern oder ein kleines Plüschpferd wurde „Opfer“ der politischen Spannungen in Europa, indem es beim Zoll der DDR mit Nadeln untersucht wurde und hierbei seine Füllung verlor. So manches Tierchen musste mehrmals geflickt werden, hat sein Fell und seine Augen verloren und wurde mit den Mitteln der Zeit repariert. So kann jedes Spielzeugtier seine eigene Geschichte erzählen und gibt auch einen Einblick in die jeweilige Zeit.

 

Tiere als Kameraden der Kindheit waren aber nicht nur als Kuscheltier beliebt, sondern sind fest in den christlichen Jahresreigen integriert. Ochs und Esel neben dem Jesuskind in der Krippe oder der Hirte mit seinen Schafen gehören als zentrale tierische Gestalten zum Weihnachtsfest.

 

Tiere nehmen in allen Religionen eine zentrale Rolle ein. In einigen gibt es die Unterteilung vom reinen und unreinen Tier, hierbei sind nicht nur die hygienischen Lebensbedingungen sondern auch der moralischen Ruf ausschlaggebend. In der Literatur werden Tiere zu Trägern von menschlichen Charaktereigenschaften.

 

Sie sind nicht nur nützliche sondern auch treue Begleiter der Menschen, denn sie können Trost spenden. Da liegt es nicht fern, dass künstliche Tiere aus Holz oder anderen Naturstoffen für Kinder zum Spielen und zum Trösten benutzt wurden.

 

Als ältestes Spielzeug ist zwar die Puppe anzusehen –  bereits aus der jüngeren Steinzeit lassen sich puppenähnliche Gebilde aus Ton nachweisen – aber auch Tiere dienten als Spielzeug. Sie wurden zunächst auf  einfachste Art und Weise selbst gefertigt. Aus Holzstücken entstanden kleine Füchse, Rehe und aus einem größeren Stück Holz mit kurzen verzweigten Ästen entstand eine Kuh oder ein Pferd, welches mittels einem Seil zum ersten Nachziehtier wurde.

 

In der Antike waren im gesamten Mittelmeerraum bewegliche Tiere und Puppen aus Holz, Ton, Terrakotta und Gips vertreten. Das wohl älteste tierische Spielzeug dieser Art stammt aus Ägypten, denn bereits in der Zeit der Pharaonen gab es dort hölzerne Krokodile und Löwen mit beweglichen Unterkiefern.

 

 

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Geöffnet: ab 9. Februar für die Dauer der Saison 2020